Humboldt-Universitäts-Gesellschaft

Verein der Freunde, der Ehemaligen und Förderer e. V.

Termine an der Humboldt-Universität

Vortrag Bruno Latour »On a possible difference between Earth and the Globe« am 12.5.2016

 

12/05/2016 | 19 Uhr | UdL 6, Senatssaal

Im Rahmen der Mosse Lectures wird Bruno Latour (Professor für Soziologie am Institut d’Études des Politiques in Paris und Direktor des dortigen Media-Labs) einen Vortrag halten,eingerahmt in einen Kommentar und Gespräch mit Wolfgang Schäffner.


 Die Moderne kann in mancherlei Hinsicht als Entwicklung definiert werden, die unsere boden-ständige Lebenswelt (le terroir) im Horizont der Globalisierung (le globe) öffnet. Mit dieser Entwicklung kennzeichnen wir Vorstellungen des Progressiven und des Reaktionären. Dabei erscheint die Utopie des globalen Fortschritts zunehmend als fragwürdig; ebenso utopisch ist aber auch die Mimikry an dem, was einst als in Grund und Boden gefestigt galt und unsere Aufmerksamkeit noch einmal auf sich zieht. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, politisch an Orientierung zu gewinnen: durch die Annahme eines dritten Pols, den der Erde selbst, unseres Planeten. Und dies sowohl im Unterschied zu jenem »alten Land« wie auch zur Modernisierung im globalen Maßstab. In diesem Vortrag sollen einige der Ansätze von Wissenschaftlern, Künstlern, politischen Aktivisten und Philosophen besprochen werden, welche die hier skizzierte Dreieckskonstellation vorsehen.

 

12/05/2016 | 7 pm | UdL 6, Senate Hall

Lecture by Bruno Latour »On a possible difference between

Earth and the Globe«

As part of the Mosse Lectures, Bruno Latour (Professor of

Sociology at the Institut d’études politiques in Paris and

Director of the institute’s media lab) will give a lecture, accompanied

by a commentary and discussion with Wolfgang

Schäffner.

Modernity can in many respects be defined as a development

that has opened up our established, geographically

rooted lifeworld (le terroir) to the horizons of globalisation

(le globe). This development provides the framework

within which we label agendas progressive or reactionary.

The utopia of global progress appears increasingly doubtful;

but just as utopian is the attempt to imitate that which

was once seen as firmly rooted in the earth and which

seeks to attract our attention again. Yet another political

orientation is possible: aligning oneself with a third pole,

the earth itself, our planet, in opposition to both the »old

country« and modernisation on a global scale. This lecture

will discuss some of the approaches adopted by researchers,

artists, political activists and philosophers to

envisage this triangular constellation.

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